Kreuzherrenkloster Ehrenstein

Im Westerwald, nahe dem Städtchen Neustadt, bildet das Flüsschen Wied eine herrliche Landschaft, die sog. Lahrer Herrlichkeit. Dies bezieht sich jedoch nicht auf die schöne Landschaft, sondern auf ein früheres Herrschaftsgebiet. In diese Landschaft ist das Kloster Ehrenstein hineinkomponiert. Das Ensemble mit Klosterbau und Kirche der Kreuzherren ist ein Kleinod dieser Westerwaldlandschaft. Dem Zauber dieses Ortes kann sich niemand entziehen, ganz gleich, welchen Glaubens er ist.

Ehrenstein ist eine Stätte der inneren Ruhe und Besinnung. Wer Ehrenstein kennt und seine wertvollen Kunstwerke in sich aufnimmt, ist an Geist und Seele wahrhaft reicher geworden.

Die Kreuzherren gehen auf ein 1212 gegründetes Kloster in Belgien zurück. Sie weihten es dem heiligen Kreuz und nannten sich "Brüder vom heiligen Kreuz". Auf ihrem Skapulier (Schulterbekleidung) befestigten sie ein Kreuz in der Form des ältesten Jerusalmer Kreuzes. Der senkrechte Balken war ror, der waagerechte weiß. Dies sollte als Erinnerung an das Blut und Wasser, das aus dem Herzen Jesu bei dessen Kreuzestod geströmt war, dienen. Sie wurden wegen dieses Kreuzes "Kreuzbrüder" und später "Kreuzherren" genannt.

Kloster Ehrenstein mit Dreifaltigkeitskirche

Tafel am Weg zur Kirche

Von dem Klosterquadrum ist nur noch der Westtrakt erhalten. Im Kern ist er spätgotisch und wurde 1495 erbaut.

Westtrakt

Zugang zur Kirche mit Kreuzwegstation

Der relativ kleine Kirchenraum vermittelt durch seine harmonische excelente Ausstattung eine wunderbare sacrale Ausstrahlung.

Wertvollste Ausstattung sind die vorzüglichen Glasmalereien. Die Fenster im Chor stammen aus den Jahren 1470 - 1480. Im Mittelfenster erscheint vor landschaftlichem Hintergrund die Kreuzigung.

Im Fenster der Epistelseite sind der Gnadenstuhl und die Kreuzabnahme dargestellt.

Fenster im Kirchenschiff

Ein 70 cm hohes Vesperbild ziert den linken hölzernen Seitenaltar

Kanzelkorb  (Ausschnitt)

Kreuzgruppe im Triumphbogen (früher über dem Altar)

Madonna im Strahlenkranz  an der Nordwand

Der Westtrakt des Klosters ist mit einer formschönen Galerie mit der Kirche verbunden.

Dreifaltigkeitskirche vom Burgberg aus

Fachwerkscheune im Klosterbezirk

Giebel eines Fachwerkhauses im Klosterbezirk

Über dem Klosterensemble liegt die vom Mehrbach umflossene Burgruine Ehrenstein, ehemals Sitz der Edelherren von Oetgenbach. 1634 wurde die Burg von den Schweden zerstört und ist seither Ruine.

Burgruine Ehrenstein

Dreifaltigkeitskirche, Westtrakt der ehem. Klosterbauten und Fachwerkscheune

Westtrakt

Die Dreifaltigkeitskirche ist einheitlich spätgotisch. Das Schiff ist verhältnismäßig kurz mit einer schräg verlaufenden Westwand. Die Erbauungszeit wird mit 1477 angegeben.

Das einfache Westportal zur Kirche

Blick in den Chorraum

Kreuzigung im mittleren Chorfenster

Die Fenster im Kirchenschiff zeigen Szenen aus der Bibel.

Der Hochaltar wurde erst seit einigen Jahren an der jetzigen Stelle plaziert. Bis dahin war eine Kreuzgruppe über dem Altartisch postiert, die jetzt im Triumphbogen hängt.

Sebastiansaltar und Kanzel mit Evangelistenfiguren

Hl. Sebastian

Chorgestühl von 1752

Verschlossen!

Klosterbezirk

Ganz in der Nähe der Klosterbauten erheben sich schöne Fachwerkhäuser

Fachwerkhaus im Klosterbezirk

Kreuzwegstation am Weg zur Kirche

Kreuzwegstation

Ehrenstein